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Run like a kenyan

Kenia gilt als eines die Läufernation schlechthin. Letzten Sommer entrannte der Kenianer Eliud Kipchoge dem bisherigen Weltrekord und setzte mit einer Zeit von 2 Stunden, 1 Minute und 39 Sekunden eine neue Bestmarke. Bei den letzten Olympischen Spielen in Rio de Janeiro war die Dominanz der kenianischen Sportler noch deutlicher: 12 Medialen konnte in Lauf-Wettbewerben gewonnen werden – sechs Mal wurde Gold mit nach Hause genommen. Und dennoch hat das ostafrikanische Land wirtschaftlich nicht viel von diesen Erfolgen – ein Start-up möchte das ändern.

Enda entwickelt und produziert Sportkleidung in Kenia – insbesondere Sportschuhe. 2016 wurde Projekt mit einer Kickstarter-Kampagne gestartet. Innerhalb kurzer Zeit wurde so Geld für den ersten Schuh gesammelt – ein neuer Schuh wurde dieses Jahr vorgestellt. 



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Ein Beitrag geteilt von Heimat von guten Geschichten (@tellical.official) am Apr 15, 2019 um 11:36 PDT

Der erste Schuh wurde Iten getauft – zu ehren des Ortes, in dem seit Jahrzenten nicht nur die schnellsten Menschen der Welt geboren werden, sondern auch Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt trainieren. Das Unternehmen setzt aber nicht nur damit ganz offen auf ihre Kenianische Geschichte. Auch Logo und die Farben der Schuhe spiegeln „made in Kenya“ wider. Die Farben des ersten Schuhs (rot und grün) sollen die Nationalfarben widerspiegeln.  

Prominente Unterstützung für Enda

Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o, selbst Kenianerin, unterstützt das Start-up. In einem Interview mit Complex Media sagte die Schauspielerin, dass sie wirklich beeindruckt sei. „Es ist an der Zeit, dass wir einen Sneaker aus Kenia haben“, sagte Lupita. „Ich mag die Neuerungen dahinter.“

Mit den Umsatzzahlen der beiden Riesen von Adidas und Nike kann Enda natürlich (noch) nicht mithalten. Die Giganten verdienten laut Statista rund 54 Milliarden Dollar zusammen. Dennoch hat Enda ein großes Ziel: „Wir sind noch ein kleines Unternehmen. Wir haben aber die große Vision, dass irgendwann Läufer auf der ganzen Welt Schuhe aus Kenia tragen“, sagte Enda-Gründer Navalayo Osembo der kenianischen Zeitung „Daily Nation“. 

Schuhe mit sozialem Sinn

Die meisten Kritiker sind begeistert von den Enda-Schuhen. So sagen viele professionelle Läufer, dass die Schuhe locker mit den Sportgiganten Nike und Adidas mithalten können. Zusätzlich zur Leistung, unterstützt das Start-up Projekte in Kenia. Damit soll das Land unterstützt und so weiter aufgebaut werden. Darum soll der Titel „made in Kenya“ irgendwann auch zu 100% stimmen. Heute werden einzelne Teile immer noch im Ausland produziert. Enda mietet sich regelmäßig in eine Schuh-Fabrik an der Küste Kenias ein und packt hier die Einzelteile zusammen. Im Preis sind die Schuhe mit 70 – 120 Euro auf einem ähnlichen Niveau wie Schuhe zum Beispiel von Adidas. Für Kenianer ist das leider oft zu teuer. Ein Punkt, an dem Enda noch arbeiten muss. 



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