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Namibia – My Hints

Drei Wochen Namibia sind wie immer fünf Jahre zu wenig. Dennoch habe ich einige wunderschöne Flecken entdecken können und super Erfahrungen gemacht. Hier meine 9 nicht ganz so geheimen Tipps und Erfahrungen.

1| Couchsurfing & Camping

Eigentlich war es meiner Faulheit geschuldet: Eine Nacht vor meinem Abflug kümmerte ich mich erst um meinen ersten Schlafplatz in Namibia. Und plötzlich, im Zustand der sich schließenden Augen, leuchtete meine Hirn-Glühbirne auf. Wieso sollte ich nicht einfach Couchsurfen. Also auf der Plattform couchsurfing.com angemeldet und in Windhoek nach Schlafmöglichkeiten gesucht. Und erstaunlicher Weise, gab es sogar mehr als ich erwartet hatte.

Brigit war auch Couchsurferin

Brigit war auch Couchsurferin

Auch später während meiner Reise – in Swakopmund – habe ich über die Plattform einen kostenlosen Schlafplatz bei Locals finden können. Beide Schlafmöglichkeiten waren nicht nur in der Nacht prima: Die jeweiligen Hausherren zeigten mir ihr Land, ihre Stadt und gaben mir dadurch einen super schnellen und tollen Einblick in ihr Leben. Gleichzeitig lernt man auch viele andere Menschen kennen. Ich hatte in Swakopmund zum Beispiel eine andere Couchsurferin mit mir, die mich danach mit auf eine weitere Reise nahm – spontan muss man sein.

Wer nicht bei Fremden schlafen möchte, aber dennoch Geld sparen muss, dem empfehle ich das Zelt. In den Ländern im südlichen Afrika hat man oft die Möglichkeit zu Campen. So auch in Namibia. Hier gibt es sogar ausgeschilderte Campingzonen. Ich habe aber auch an einer Stelle meiner Reise spontan im Garten einer Bar gezeltet.

2| One World – Freunde ohne Hautfarben

In Namibia hatte ich eine wirklich schöne Zeit. Ein Grund dafür war, dass es keinen Unterschied zwischen weiß und schwarz gab. Alle waren gleich und alle sind ganz normal miteinander umgegangen. Ist man in Ostafrika oft eher der ‚mzungu‘ (weiße Mann), sah man in Namibia viele Freundschaften zwischen den Hautfarben und das war so schön und motivierend.

3| Sossusvlei

Ich in Sossusvlei

Ich in Sossusvlei

Brigit, die junge Couchsurferin die ich in Swakopmund kennengelernt habe, hat mich spontan mit auf die Reise in die Wüste genommen. Und ich habe keine Sekunde bereut. Die Nacht habe ich zwar im Auto geschlafen, aber die orangefarbenen Dünen in der Namib-Wüste waren einfach nur atemberaubend. Viel mehr kann ich gar nicht dazu sagen: Hinfahren ist ein Muss und jede Stunde Fahrt lohnt sich.

4| Swakopmund

Swakopmund

Swakopmund

Wer einen besonderen Teil der Geschichte Namibias erleben möchte, der darf Swakopmund nicht verpassen. An wenigen Orten auf dem afrikanischen Kontinent kann man die Kolonialzeit noch deutlicher sehen als hier. Viele Deutsche haben sich in der Stadt angesiedelt und so ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt teils aussieht wie ein deutsches Disneyland – alles ist einfach zu schön und es scheint immer ein bisschen zu viel des Guten zu sein. Gleichzeitig leben hier Menschen, die in Namibia geboren sind, aber perfekt Deutsch sprechen – dabei waren sie teils noch nie in Deutschland. Außerdem bietet das Meer hier ein wunderschönes Nordsee-Gefühl. Also pack Dich warm ein und dann ab nach Swakopmund. Hier trifft die Wüste auf das Meer.

 

5| Ein teures Vergnügen: Windhoek Flughafen

Eigentlich landet man meist in Windhoek und möchte dann von hier aus in die Stadt. Leider liegt der Flughafen weit draußen und so sind die Kosten für eine Taxi-Fahrt nicht zu unterschätzen. Wer kann, sollte schon vorher eine Fahrtmöglichkeit abklären und sich dann am Flughafen abholen lassen. Ansonsten gilt: Handeln und schon vorher Einheimische nach dem „wirklichen“ Preis fragen.

6| Windhoek

Mini-Game-Burger im Nice Windhoek

Mini-Game-Burger im Nice Windhoek

Mein ganz persönliches Highlight in Windhoek war das Restaurant Nice. Das Ganze wurde mir als „Ausbildungs-Restaurant“ vorgestellt – aber Essen und Service waren derart gut, dass ich das nicht erkennen konnte. Zudem ist die Location ein Traum und man hat für wenig Geld das Gefühl, in einem Sternerestaurant zu essen. Unbedingt vorbeischauen.

7| Quad fahren in Swakopmund

Quadf ahren in der Namib-Wüste

Quad fahren in der Namib-Wüste

Swakopmund ist ein besonderer Ort: Meer und Wüste treffen sich hier und während man am Strand gerne auch mit Jacke rumläuft, brennt die Sonne in der Wüste auf der Haut. Dennoch lohnt sich eine Quad-Tour durch die Dünen. Aber: Bucht keinen Sundowner. Anders als der Name es vermuten lässt, sieht man hierbei nicht den Sonnenuntergang, sondern erhält lediglich etwas zu Essen. Spart euch also das Geld und bucht eine einfache Tour und ihr werdet es nicht bereuen. Für mich war es einfach atemberaubend.

8| No Go: Flug mit Condor

Mittlerweile konnte ich schon einige Airlines ausprobieren und auf meinem Weg nach Namibia stand Condor auf meinem Ticket. Es war das erste und wohl auch das letzte Mal. Schon vorher war mir bewusst, dass man für vieles extra zahlen müsste – das Angebot hier war aber grausam. Nur einzelne Folgen von 4 Serien und eine Handvoll Filme standen kostenlos zur Auswahl. Dazu war das Essen klein und teils nicht gerade lecker (und dabei esse ich fast alles und bin nicht sonderlich wählerisch). Auch der Service hat mich nicht überzeugt. Den kompletten Flug über habe ich mich unwohl und nicht gut versorgt gefühlt. Trotz billiger Preise: Mit Condor werde ich NIE wieder fliegen.

9| Better to be old

Namibia ist ein wunderschönes Land und ich konnte viel entdecken. Für einen Backpacker ist das Land meiner Meinung nach aber nicht unbedingt Anlaufstelle Nummer 1. Das Land ist schon relativ gut entwickelt und daher empfehle ich: Besucht erst den Rest der Welt und wenn ihr älter seid, dann kommt nach Namibia und genießt die tolle Landschaft.



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